»Ladies first« ist inspiriert durch die Cabaret- und Kabarett-Kultur der 1920er und 30er Jahre in Berlin – eine bizarre Mixtur aus verrauchten Nachtclubs, gedämpftem Licht, Musik und Sex und Travestie; Strikte soziale Regeln wurden aufgebrochen, eine Art von kultureller und sozialer Anarchie machte sich breit. Männer begannen sich wie Frauen anzuziehen, zu schminken und umgekehrt. Cross-Dressing wurde zur Mode. „Ladies first“ bedient sich
dieser Atmosphäre und schafft eine zeitgenössische Version eines rein männlichen Kabaretts mit fünf Performern. Die neue Produktion von matanicola spielt mit den Zeichen von Androgynität und der Mehrdeutigkeit von Körper und Sexualität und erforscht den Einfluss, den die damalige Subkultur auf die gegenwärtige Popkultur hinterlassen hat.
»Ladies first« ist keine bloße realistische und historisch korrekte Reproduktion eines Kabarett-Stücks der 20er Jahre – es ist vielmehr ein abstraktes Gemälde; eine Fusion und
stetige Transformation der Ästhetik und Bilder der goldenen Zwanziger mit der heutigen Unterhaltungsindustrie, um eine zeitgenössische Version zu schaffen, die die Essenz der
damaligen Zeit festhält: Fritz Lang meets Marilyn Manson, Marlene Dietrich meets Dita von Tesse, Otto Dix and George Grosz meets Graffiti Art.
Konzept
Regie
Choreographie
Nicola Mascia
Matan Zamir
Performance
Choreographie
Ron Amit
Alessandro Bedosti
Andrea Fagarazzi
Nicola Mascia
Arkadi Zaides
Matan Zamir
Bühne
Pablo Alonso
Kostüme
Yonatan Zohar
Musik
Matan Zamir
Licht
Technische Leitung
Andreas Harder
Eine Production von matanicola in Koproduction mit Sasha Waltz & Guests, Tanz im
August - Internationales Tanzfest Berlin, Grand Theatre Groningen, Civitanova Danza und Amat. Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste e. V. Unterstützt von Radialsystem V.